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Auskunftspflicht des behandelnden Arztes bei Kindeszeugung durch Samenspende

Zelle

Bild: Office.com

Ein durch heterologe Insemination gezeugtes Kind kann vom behandelnden Arzt Auskunft über seine genetische Abstammung verlangen. Das hat der 14. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 06.02.2013 entschieden (I-14 U 7/12) und damit das anderslautende erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Essen abgeändert.

Im zugrundeliegenden Fall forderte eine heute 22 Jährige die Herausgabe des Spendernamens und damit des Namens ihres Erzeugers von dem Arzt, in dessen Praxis damals die Samenspende stattfand. Während die Klägerin noch vor dem LG Essen (Urt. v. 07.02.2012, Az. 2 O 260/11) unterlag, gab ihr das OLG Hamm nun recht.

„Das Interesse der Klägerin, ihre Abstammung zu erfahren, sei höher zu bewerten als die Interessen des Beklagten und der Samenspender an einer Geheimhaltung der Spenderdaten. Geheimhaltungsinteressen der Mutter und des gesetzlichen Vaters seien nicht zu berücksichtigen, weil sie mit der Auskunftserteilung an die Klägerin einverstanden seien. Hinter diese fundamentale Rechtsposition müssten die Freiheit zur Berufsausübung auf Seiten des Beklagten sowie sein Persönlichkeitsrecht und die Persönlichkeitsrechte der auf ihre Anonymität vertrauenden Spender zurücktreten.“ – begründet das OLG seine Entscheidung in der Pressemitteilung.

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[Quelle: OLG Hamm]

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