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Ehegattenunterhalt

Grundsätzlich gilt, dass jeder Ehegatte nach der Scheidung für seinen eigenen Unterhalt aufkommen muss. Nur wenn ein Partner für seinen Unterhalt nicht selbst sorgen kann, erhält er von dem wirtschaftlich besser gestellten Partner Unterhalt.

Das Gesetz billigt einen Unterhaltsanspruch zu, wenn

  • wegen der Betreuung eines gemeinsamen Kindes keine Erwerbstätigkeit aufgenommen werden kann
  • der Partner aufgrund seines Alters oder einer Krankheit nicht ausreichend erwerbstätig sein kann
  • der Partner arbeitslos ist, und trotz umfangreichster Bemühungen keine angemessene Erwerbstätigkeit findet

oder wenn der Partner, um wirtschaftlich selbständig zu sein

  • eine Berufsausbildung aufnimmt, weil er wegen der Eheschließung keine Berufsausbildung erworben hat bzw.
  • eine Umschulung oder Fortbildung mit dem Ziel aufnimmt, Nachteile auszugleichen, die durch die Ehe eingetreten sind.

Im Einzelfall kann der Unterhalt aber auch versagt, herabgesetzt oder zeitlich begrenzt werden, z.B. weil die Ehe nur von kurzer Dauer (bis zu drei Jahren) war. Auch hier gilt, jede Ehescheidung hat ihre Besonderheiten und ist letztlich ein Einzelfall. Lassen Sie sich beraten.



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