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Sorgerecht

Die Scheidung beeinflusst die gemeinsame elterliche Sorge nicht. Eine gerichtliche Entscheidung ergeht hierüber nur dann, wenn ein Elternteil einen Antrag auf Zuweisung der Alleinsorge stellt.

Besteht nach der Scheidung die gemeinsame elterliche Sorge fort, so hat der Elternteil, bei dem das Kind lebt, in Angelegenheiten des täglichen Lebens ein Alleinentscheidungsrecht. Bei der Entscheidung von Fragen jedoch, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind, wie etwa die Wahl des Schulzweigs, darf der andere Elternteil mitentscheiden. Kommt in diesem Fall zwischen den Eltern keine Einigung zustande, kann das Gericht auf Antrag die Entscheidungsbefugnis für diese Angelegenheit einem Elternteil übertragen.

Diesem Antrag, der das Kindeswohl nicht gefährdet, ist durch das Gericht stattzugeben, sofern der andere Elternteil zustimmt und das Kind, falls es das 14. Lebensjahr vollendet hat, nicht widerspricht. Kinder ab dem 15. Lebensjahr haben hierbei ein Mitspracherecht.

In allen anderen Fällen, überträgt das Gericht die Alleinsorge antragsgemäß nur, wenn die Aufhebung der gemeinsamen Sorge dem Wohl des Kindes am besten entspricht.



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